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Rückblick auf mein FSJ
Mein FSJ-Politik endet nun nach sieben Monaten in der Netzwerkstatt der Hillerschen Villa. Die letzten Monate sind so schnell verflogen und ich schaue auf eine sehr schöne Zeit zurück.
Meine Zeit in der Hillerschen Villa war sehr abwechslungsreich. In meinem ersten Blogpost habe ich euch von dem Projekt Mitzvah erzählt. Bei diesem durfte ich am Anfang des Jahres mitwirken und im April auch bei der Umsetzung einiger Veranstaltungen helfen. Ein Highlight dabei war die Stolpersteinputzaktion, bei der der Fokus passend zum Jom Ha'Shoa Gedenktag nicht nur auf den Opfern des Holocaust, sondern auch auf die Überlebenden Jüdinnen*Juden sowie denen die im Widerstand gekämpft haben, lag.
Ich hatte im Mai und Juni dann auch die Möglichkeit bei der grenzübergreifenden Arbeit "Zeitgeschichten Dreiländereck" teilzunehmen. Besonders spannend fand ich dabei die dreisprachige Fahrradtour im Dreiländereck zum 80. Jahrestag des Ende des Zweiten Weltkrieges, bei der ich zum Beispiel die Werbung mit designt habe. Aber auch die Ausstellung "Narrativ 1945" hat mir sehr gut gefallen und mir viele neue Dinge über unsere gemeinsame Geschichte beigebracht.
Eine ständige Begleitung war ich auch für die Zeit/Geschichten Oberlausitz Website und habe mich dabei um die Betreuung dieser gekümmert.
Zum Ende meines FSJ habe ich mich noch meinem eigenen Projekt gewidmet: eine Podcastfolge zu entwickeln und aufzunehmen.
Die ursprüngliche Idee eine einzige Folge zum Thema "Antisemitismus erkennen und benennen" hat sich aufgrund ihres Umfanges dann dazu entwickelt das Thema in drei verschiedene Folgen aufzuteilen. Das Projekt hat mir echt viel Spaß gemacht! Durch die Recherche hab ich extrem viel über Antisemitismus gelernt und mir schon dabei geholfen, diesen besser zu erkennen. Die Aufnahmen zu machen und die Schneideprogramme auszuprobieren waren auf jeden Fall auch sehr spannend. Daran meine eigene Stimme die ganze Zeit zu hören muss ich mich definitiv noch gewöhnen;) Aber im Großen und Ganzen habe ich gelernt wie wichtig Zeitmanagement und eine eigene Organisation sind. Diese Folgen könnt ihr bald bei dem neuen Podcast "Weltanschauung aus der Gerüchteküche" auf Spotify hören:)
Ein weiterer großer Teil meines FSJ waren die Bildungstage und -wochen mit den anderen FSJler*innen. Neben meiner ersten Bildungswoche in Chemnitz sind wir daraufhin in Dresden für ein paar Bildungstage im sächsischen Landtag zusammen gekommen. Ein weiteres Highlight war auch die Bildungswoche in Berlin zum Thema Feminismus, besonders spannend fand ich den Workshop zur feministischen Kapitalismuskritik, aber auch der Besuch bei Frauen für Frauen e.V. hat bei mir großen Eindruck hinterlassen.
Da wir in unserer Bildungswoche in Berlin nicht die Möglichkeit hatten den Bundestag zu besuchen, hatten einige von uns die Chance im Juni an einer Bundespressreise teilzunehmen. Durch die viele gemeinsame Zeit, die wir FSJler*innen miteinander verbracht haben, sind wir zusammen gewachsen und hatten neben einem konstruktiven Austausch in den Bildungswochen auch sehr viel Spaß miteinander. Umso trauriger war es dann als unsere letzte Bildungswoche in Ostritz stattfand. In der Woche in Ostritz haben wir viel reflektiert und auf unsere Monate in unseren Einsatzstellen zurückgeblickt.
Mein FSJ war ein Brückenjahr um mir nach der Schule klarer über meinen Studiumswunsch zu werden. Mit Soziologie habe ich etwas gefunden, was sich gut anfühlt und wobei ich hoffentlich auch Spaß werden habe! Ich möchte auch noch Danke sagen an das Team der Netzwerkstatt, durch die ich hier in den vergangenen Monaten eine sehr schöne Zeit hatte und mich auch sehr wohlgefühlt habe.
Medea